Vorlesen und Vorbild sein

Vorlesen und Vorbild sein

Bundesweiter Vorlesetag.

„Ich liebe Bücher“, sagt Dr. Herbert Lütkestratkötter. Aus Anlass des bundesweiten Vorlesetages teilte der Kuratoriumsvorsitzende der Kinderstiftung Essen seine Freude am Lesen mit Kindern der deutsch-spanischen Kita Barthel-Bruyn-Straße in Essen-Holsterhausen. Dort las er einer Gruppe von Vorschulkindern vor. Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Essen sendet die Kinderstiftung Essen jedes Jahr ehrenamtliche Vorleser in Essener Kindertageseinrichtungen.

Dr. Herbert Lütkestratkötter, Kuratoriumsvorsitzender der Kinderstiftung Essen, las den Kindern der Kita Barthel-Bruyn-Straße vor.

„Sprachförderung ist ein wichtiger Weg zur Bildung“, weiß Kita-Leiterin Ursula Altenfeld. „Sie erhöht die Bildungschancen der Kinder.“ Einige Kinder, berichtet sie, kämen zu Hause nicht in den Genuss des Vorlesens, doch auch sie sollen mitgenommen werden und gleiche Startchancen erhalten. Deshalb steht das Lesen in der Kita Barthel-Bruyn-Straße nicht nur am bundesweiten Vorlesetag, sondern täglich auf dem Programm. Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn „fremde“ Vorleser in die Kita kommen und ein Buch mitbringen. Dr. Herbert Lütkestratkötter hatte für die Kinder das Buch „Paul und Opa fahren Rad“ von Karsten Teich im Gepäck. Gespannt lauschten die Kleinen der Geschichte von einem Ausflug mit Panne. Anschließend berichteten sie dem Lesepaten von ihren persönlichen Fahrraderlebnissen.

Doch nicht nur die Vorschulkinder der Kita kamen in den Genuss geschenkter Lesezeit: Parallel lasen zwei Auszubildende der AOK Rheinland/Hamburg einer Gruppe Zwei- bis Dreijähriger vor. Die AOK Rheinland/Hamburg ist Kooperationspartner der Kinderstiftung Essen im Gesundheitsprogramm „Fünf am Tag – machen Kinder stark“. „Für die langjährige Partnerschaft sind wir sehr dankbar“, sagte Claudia Hoose, Geschäftsführerin der Kinderstiftung Essen. Das Thema Prävention – durch gesunde Ernährung, Bewegungsförderung und Bildung von Kindesbeinen an – ist ein gemeinsames wichtiges Anliegen.

Zum Abschluss der Lesestunde durften Groß und Klein einer auf Spanisch vorgetragenen Kindergeschichte lauschen. Im Gegensatz zu den meisten erwachsenen Zuhörern konnten die Kleinen gut folgen, denn die Kita Barthel-Bruyn-Straße arbeitet nach einem bilingualen Sprachkonzept: Drei Gruppen verfügen neben einer deutschsprachigen auch über eine spanischsprachige Fachkraft, die mit den Kindern ausschließlich Spanisch spricht. „Für unsere Kinder ist das ein Gewinn“, sagt Ursula Altenfeld. „Sie empfinden die Fremdsprache nicht als anstrengend.“ Sorge bereitet ihr allerdings der Fachkräftemangel: Schon längere Zeit sucht die Kita dringend pädagogisch ausgebildete Fachkräfte mit Kompetenzen in der spanischen Sprache.

Spanischsprachige Erzieherinnen und Erzieher dringend gesucht

Spanischsprachige Erzieherinnen und Erzieher mit B2-Sprachkenntnissen in Deutsch oder deutschsprachige Kolleginnen und Kollegen mit B2-Sprachkenntnissen in Spanisch können sich für die deutsch-spanische Kita Barthel-Bruyn-Straße direkt online bewerben unter www.essen.de/rathaus/aemter/ordner_10/essen_de_basisvorlage_zweispaltig_279.de.html.

 

Bildnachweis: Kinderstiftung Essen