Kinder in der Stadt
»Wo spielst du gerne? Wie kommst du zur Schule und zu deinen Freunden?« Wir fragen Kinder und Jugendliche, wie sie sich Straßen und Wege, Wohn- und Spielräume wünschen. Ihre Vorstellungen bringen wir in die Stadtgestaltung und Verkehrsplanung, aber auch in die Gestaltung von Schulhöfen und Spielplätzen ein. In Kooperation mit der Stadt Essen arbeiten wir daran, Wege und Aufenthaltsorte von Heranwachsenden so zu gestalten, dass sie sich dort wohlfühlen können und sicher sind. Dieser Schwerpunkt ist eng mit den Bereichen „Bewegung und Ernährung “ und „Bildung“ verbunden. Der Stadtraum dient als Bühne für diese Aktivitäten und ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kinder. Unser Ziel ist es, durch unsere Projekte und Initiativen den städtischen Raum in Essen kinderfreundlicher zu gestalten.
Sichere Kinderwege
Alle Essener Schulen, die in einem Umkreis von 500 Metern Entfernung zu einer als Radweg genutzten ehemaligen Bahntrasse liegen, sollen nach und nach eine gefahrlose Anbindung an das Radwegenetz erhalten. Das Pilotprojekt ist an der Gesamtschule Bockmühle zu sehen: eine neue Drückampel führt über die von 17.000 Autos täglich befahrene Altendorfer Straße bequem zur Radtrasse „Rheinische Bahn“.
Mehr erfahren Sie in unserer Projektpräsentation Kinderwegenetz.
Grünes Klassenzimmer
Der Klimawandel ist bereits bei Kitas und Grund-, Förder- und weiterführenden Schulen angegkommen. Wir setzen uns dafür ein, dass Kindertagesstätten und Schulen sich auf den Klimawandel besser einstellen, in dem Lehr-, Spiel- und Aufenthaltsräume besser verschattet werden, gleichzeitig die Außenflächen so hergerichtet und begrünt werden, dass auch dort der Unterricht abgehalten werden kann.
Im Jahre 2021 initiierten wir ein Pilotprojekt an der Münsterschule in Essen, eine Schule mitten im hochverdichteten, städtischen Wohnumfeld. Kinder und Lehrkräfte wurden eng eingebunden, ein Büro für Landschaftsarchitektur beauftragt und alle Beteiligten von der Schule, über Grün und Gruga bis bin zur städtischen Immobilienwirtschaft involviert.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Klassenräume können jetzt besser verschattet werden, ungenutzte Grünflächen wurden bepflanzt, mit Hochbeeten versehen und ein Barfußpfad sowie eine Natur-Forscherstation wurden angelegt. Und durch eine Umgestaltung der Freiflächen gibt es jetz auch ein ‚gründes‘ Klassenzimmer, welches ‚open air‘ Unterricht ermöglicht.
Die Kinderstifung hat nicht die Ressourcen (und auch nicht die Aufgabe) alle Schulen umzugestalten. Aber wir ein Vorzeigeobjekt geschaffen, was hoffentlich als Vorbild mit Modelcharakter für viele weitere Projekte der Stadt und anderer Partner dienen wird.
Möchten Sie die Stadt mit uns gemeinsam kinderfreundlicher gestalten? Jede helfende Hand und jeder Euro trägt dazu bei. Für Ihr Engagement gibt es viele Möglichkeiten.