Stadtgestaltung in Essen

Die Stadt Essen mit Kinderaugen sehen

Kinder haben ihre eigene Perspektive „ihre“ Stadt zu sehen. Die bebaute Stadt trägt dazu bei, wie Kinder sich in ihr bewegen und ob sie sich wohl fühlen. Sie haben andere Ansprüche, Interessen und Nutzungsanforderungen als Erwachsene. Umso wichtiger ist es, dass Stadtplaner im Planungsstadium den Gedanken an Kinderfreundlichkeit „einplanen“ und nicht erst dann, wenn die Wohnsiedlung oder das Shopping-Center schon fertig sind.

Öffentlicher Raum braucht kindgerechte Lösungen

Der Zebrastreifen im Schulumfeld, die Ampel an einer viel befahrenen Straße, der nahe liegende Spielplatz in der Wohnsiedlung, die kindersichere Fußgängerbrücke, die kindgerechte Toiletten im öffentlichen Gebäude – Stadt- und Raumplanung muss immer die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder einfließen lassen. Qualitätsziel ist es, kindgerechte Maßstäbe in Stadt und Raum zu schaffen, Gefahrenpunkte sollten im Vorfeld vermieden werden, Kinder sollen für ihre Stadt begeistert werden. Im besten Fall planen und gestalten die Kleinen ihre Stadt mit Stadtplanern und Architekten gemeinsam – so wie in Essen. Kinderfreundliche Stadtplanung ist dort Realität. Dort gibt es eine Vielzahl an Spiel-, Sport-, Erlebnis- und Aufenthaltsbereiche für Kinder – Freiräume, die gemeinsam mit Essener Kindern verwirklicht wurden.

Ein Beispielprojekt: SPIDIE - Spielen in der Innenstadt Essen

Spielorte in der Innenstadt sind rar. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „Spielen in der Innenstadt“ (SPIDIE) entwickelt – auch, um dem besonderen Anspruch „Großstadt für Kleine“ zu sein, gerecht zu werden. Kinder, Jugendliche, Pädagogen und Planer erarbeiteten ein Konzept, das drei Ziele verfolgt:

  • Spannung: Kinder und Jugendliche zu animieren, die Innenstadt als spannenden Ort für Spielen und Bewegung zu entdecken.
  • Erlebnis: Durch eine erhöhte Erlebnisqualität eine weitere Belebung und Attraktivitätssteigerung der City zu bewirken.
  • Lebensqualität vor Ort: Die Spielraumqualität für die in der Innenstadt lebenden Kinder und Jugendliche zu verbessern.

Vom Plan zur Umsetzung: Es entstanden Planungskonzepte für sieben „SPIDIE“ Spielpunkte, die sich durch eine originäre und originelle Gestaltung auszeichnen und die Anziehungspunkt für die Kleinen geworden sind: u.a. der Wasserspielplatz am Handelshof mit Wasser in verschiedenen Bewegungszuständen, sowie am Kardinal Hengsbach-Platz und Hirschlandplatz.

Ein Beispielprojekt:

SPIDIE - Spielen in der Innenstadt Essen