Archiv

Die „Essbare KiTa“ hat Zukunft

Geschafft! Der Apfelring ist an der Angel und kann gleich vernascht werden.

Geschafft! Der Apfelring ist an der Angel und kann gleich vernascht werden.

Elke Remiorsch und Kinderstiftung Essen wollen Projekt fortsetzen.

Geduld ist gefragt, Geschicklichkeit und eine ruhige Hand, wenn es darum geht, getrocknete Apfelringe aus einem großen Glas zu angeln. Wenn es endlich klappt, ist die Freude umso größer. Das lustige Angelspiel war nur eine von mehreren Attraktionen am Stand der „Essbaren KiTa“ auf dem Weltkindertag im Grugapark.

„Essbare KiTa“ ist ein Teilprojekt des modellhaften Gesundheits- und Ernährungsprogramms „Fünf am Tag – machen Kinder stark“ der Kinderstiftung Essen und ein Förderprojekt von „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“. Projektleiterin Elke Remiorsch hat dafür die Idee der essbaren Stadt auf Kindertageseinrichtungen übertragen: Dabei werden öffentliche Grünflächen nicht dekorativ bepflanzt, sondern für den Obst- und Gemüseanbau genutzt. Unterstützt von der Expertin für Ernährungsbildung haben 1.400 Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte in 18 Kitas in den vergangenen Monaten Hochbeete für essbare Pflanzen und Kräuterspiralen angelegt, Obstbäume gepflanzt und Lebensraum für Insekten geschaffen. Die Ernte wird in der Kita zu leckeren und gesunden Mahlzeiten verarbeitet – für Mensch und Tier, denn Kinder möchten auch wissen, was Tieren schmeckt. So machte unter anderem ein Terrarium mit Weinbergschnecken Station in mehreren Kitas. Auch am Weltkindertag konnten die kleinen Besucher am Stand der „Essbaren KiTa“ beobachten, wie diese sich Gurkenstücke einverleibten, und die Tiere zählen.

„Die meisten Kinder finden Schnecken und Regenwürmer faszinierend und lieben es, in der Erde zu graben“, weiß Elke Remiorsch. „In der Berührung mit der Natur, beim Pflanzen und Ernten, Riechen und Schmecken erleben sie den Kreislauf der Natur ganzheitlich und mit allen Sinnen.“ Diese wertvolle Erfahrung wollen die Ernährungsexpertin und die Kinderstiftung Essen den Kindern auch nach Ende des Grünen Hauptstadt-Jahres ermöglichen. Dafür benötigen sie Unterstützung: Wer die Nachhaltigkeit sichern möchte, kann auf der Spendenplattform für gemeinnützige Projekte www.gut-fuer-essen.de für die „Essbare KiTa“ spenden – am besten noch bis Ende September, denn dann hat das Projekt eine Chance auf einen der vorderen Ränge bei der Spendenmeisterschaft der Sparkasse Essen. Noch ist es nicht zu spät, einen Apfelbaum zu pflanzen!

So spenden Sie für direkt für die „Essbare KiTa“ oder für das Gesundheitsprogramm „Fünf am Tag – machen Kinder stark“:

Direktspende unter www.gut-fuer-essen.de, Projekt „Essbare KiTa“

Zum Programm„Fünf am Tag – machen Kinder stark“
2010 hat die Kinderstiftung Essen das Modell-Projekt „Fünf am Tag – machen Kinder stark“ gestartet, zunächst an 14 gemeinsam mit dem Kinder- und Familienbüro der Stadt Essen ausgewählten Kitas. Pate stand das EU-Förderprojekt „Fünf am Tag“, das Grundschulkinder täglich mit Obst und Gemüse versorgt. Die „Fünf-am-Tag-Kitas“ bekommen nach Bedarf und Anzahl der Kinder Geld für den Obst- und Gemüseeinkauf und für ergänzende gesundheitsfördernde Maßnahmen, zum Beispiel Bewegung­sangebote oder professionelle Ernährungsberatung. Für die Fachkräfte und Eltern gibt es Fort­bildungsangebote zum Thema Ernährung und Bewegung. Die Bundesministerien für Gesundheit sowie Ernährung und Landwirtschaft haben das Programm ausgezeichnet und in die bundesweite INFORM-Kampagne aufgenommen. Die „Essbare KiTa“ ist Teilprojekt des Programms und Förderprojekt von  „Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017“.

Zur Kinderstiftung Essen
Die Kinderstiftung Essen und deren Gründer engagieren sich seit 1984 für die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien. Ihr Ziel ist es, eine kindgerechte Großstadt zu schaffen und Kindern nachhaltige Zukunftsperspektiven zu geben. Die Kinderstiftung pflegt dazu eine enge Kooperation mit dem Kinder- und Familienbüro der Stadt Essen.

Pressekontakt:
silbenfisch Text & Konzept, Martina Biederbeck
E-Mail: biederbeck@silbenfisch.de
Telefon: 0234/62 33 14 03

18.09.2017